Programm für Freitag, den 26. Februar 2016

Übersicht


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Ausstellungseröffnung
Karin Schneider und
Doro Köster (Malerei)
16:00 Uhr, Clubraum 2

Unsere Gäste und Redner sind:
Karin Schneider, Aleksandra Botic, Christa Hengsbach
Herrn Jumas Medoff (Vorsitzender der Kommunalen Ausländer Vertretung)
Karlheinz Platz (Stellvertretender Vorsitzender der Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V.)
Prof. Dr. Mizanur Rahman Khan (aus Bangladesh)
Die Musik Gruppe der "Interkulturellen Werkstatt e.V."
Moderation: Florindo Di Lucente

„Das Eigene und das Fremde“

Die in der Ausstellung „Das Eigene und das Fremde“ gezeigten Arbeiten sind das Ergebnis eines gemeinschaftlichen kreativen Prozesses. Entstanden sind die Werke im Rahmen eines 10-tägigen Kunst-Workshops, veranstaltet im Juli vorigen Jahres von der interkulturellen Werkstatt e.V. (Dietrich-Bonhoeffer-Kirche). Eingeladen waren Teilnehmer aus verschiedenen kulturellen und künstlerischen Richtungen (Malen, Zeichnen, Experimentieren), um sich zu begegnen und auszutauschen.

Nach einem Entwurf der Bielefelder Künstlerin Doro Köster und von ihr und Karin Schneider angeleitet, beteiligten sich Migrantinnen, Flüchtlinge, Mitglieder der Gemeinde sowie interessierte Anrainer an dem Projekt.

Neben der Foto-Ausstellung zur Dokumentation des Arbeitsprozesses schmückt ein Teil der Werke als „Kunst im öffentlichen Raum“ die Wand zwischen der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche und dem „kleinen Zentrum“ (seit dem 20.9.2015 anläßlich der „Tafel der Vielfalt und Toleranz“).


Kurzvita

Karin Schneider ist in Wien geboren. Nach der Schulzeit in Celle absolvierte sie ein Französischstudium in Paris. Heute arbeitet sie für den Suhrkamp-Verlag, den Hessischen Rundfunk und an der Universität Frankfurt am Main. Dort leitet sie das Funkkolleg-Zentralbüro. Nach langer „Kinderpause" machte sie ein Studium und Diplom im Bereich Psychologie und arbeitet nun an einer Krankenpflegeschule.

Sie ist Mitgründerin und Mitarbeiterin bei der Interkulturellen Werkstatt e.V. Frankfurt am Main. Seit 2013 macht sie mit Migrantinnen und afrikanischen Flüchtlingen Theaterprojekte. Seit 2015 veranstaltet sie zusammen mit der Bielefelder Künstlerin Doro Köster einen Kunstworkshop zum Thema „Das Eigene und das Fremde“.

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2. Ausstellungseröffnung
Aleksandra Botic (Malerei)
Ca. 16:20 Uhr, Clubraum 2

Aleksandra Botic ist 1953 in Srbovo, Serbien, geboren.

Nach ihrer Schul- und Familienzeit kam sie nach Deutschland und beschäftigte sich mit der Kunstmalerei.

Von 1997 bis 2007 reiste sie durch die europäischen Länder und und sammelte Ideen, die sie für ihre Arbeiten benötigte. Stationen ihrer künstlerische Ausbildung waren ,, Idee“, ein Kreativmarkt über die Bildung bildendender Künstler in Hessen, die Staatliche Hochschule für Bildende Künste „Städelschule“ und die Abendschule.

Zwischen 2006 und 2015 stellte sie ihre Bilder in 60 einzelnen Ausstellungen und 20 Gruppenausstellungen aus. Unter anderem stellte sie im Kunstverein Familie Montez, in Frankfurt und Rom, auf der Kunstmesse Frankfurt, bei Montez im Egzil, auf der Immigrationsbuchmesse und bei vielen anderen Gruppen aus. Sie malt, liest, schreibt, fotografiert und unterstützt soziale Projekte in Frankfurt am Main. Sie ist Mitglied im Kunstverein Familie Montez, im „Schriftstellerverein Sieben" , in der Freien Kunstakademie Frankfurt am Main, im Bildungswerk Haus der Volksarbeit und in der Literaturgesellschaft Hessen; sie führt die Gruppe „Balkans Farben International". Ihre Bilder befinden sich in privaten Sammlungen in Deutschland, Serbien, der Schweiz und Amerika. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.


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Dokumentarfilm
LITTLE WORLD
Ein Dokumentarfilm von Gordon Räck und Sarah Bronder
Ca. 16:45 Uhr, Großer Saal

Ist Integration gescheitert?

Migranten sind kriminell, nutzen den Staat aus und beteiligen sich nicht am Kulturaustausch.

Warum sind uns diese Aussagen aus den Medien sehr geläufig und positive Beispiele kaum verbreitet?

Einerseits natürlich weil negative Aussagen mehr Gehör finden und andererseits weil funktionierende Integration für uns so selbstverständlich ist, dass sie nahezu unsichtbar erscheint.

Doch wer genau hinschaut, sieht in jedem Stadtbild kleine und große Anzeichen eines großen Kulturaustausches.

Uns interessierten jedoch besonders die Subkulturen in Großstädten, in denen sich kleine Kulturableger gebildet haben und sich als Keimzelle für den Kulturaustausch erweisen. Integration darf nicht als totale Selbstaufgabe der eigenen Identität verstanden werden, sondern als ein stetiger Prozess, in dem alle voneinander durch Diversität profitieren.


Wir wollten herausfinden, wie das Leben für Migranten in solchen Subkulturen vonstattengeht, wie sie mit der neuen Kultur umgehen und trotzdem ihre eigene Identität wahren und welche Auswirkungen dies auf die Großstädte hat. Wo verschmelzen neue Kulturen mit bestehenden Lebensweisen? Und was entsteht aus dieser Fusion?

Ziel der Arbeit war es eine Haltung zum Thema mit Hilfe des filmischen Mittels „Dokumentation“ darzulegen. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk nicht auf einer empirisch belegten Aussage sondern der künstlerischen Darstellung der eigenen Meinung zur Integration.


Die wichtigste Botschaft jedoch war, dass wir uns daran erinnern, dass wir alle Erdenbürger sind. Integration soll nicht als gescheitertes Unterfangen, sondern als eine Bereicherung unserer europäischen Kultur wahrgenommen werden.

In Zeiten wie diesen, nach dem 13. November und nach unzähligen anderen Anschlägen und Massakern auf dieser Welt, ist es einfach in eine Angststarre zu verfallen und misstrauisch seinen fremden Nachbarn zu beäugen.

Doch ist es gerade jetzt wichtig nicht zu verzagen, sondern friedlich vereint Seite an Seite zu stehen, denn genau das ist es, was die Flüchtlingsgegner, Terroristen oder auch Nazis verhindern wollen.

Dass so eine friedliche Vereinigung möglich ist, erleben wir immer wieder im Kleinen, warum sollte das dann nicht auch im Großen möglich sein?


„Es gibt immer mehr was uns verbindet, als das uns trennt“

Andy Abbas Schulz – „Little World“


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Eröffnung der 5. Frankfurter Immigrationsbuchmesse
18:00 Uhr im großen Saal (1. Stock)

Eröffnung: 5. Frankfurter Immigrationsbuchmesse

Die Frankfurter Immigrationsbuchmesse, die vom 26.-28. März 2016 zum fünften Mal stattfindet, soll sich zum festen Bestandteil des jährlichen Kulturprogramms im Rhein-Main-Gebiet entwickeln. Unter der Prämisse „Stadt der Vielfalt“ stellen sich in der Literaturstadt Frankfurt Literaturschaffende aus dem interkulturellen Bereich vor. Unser Ziel ist nicht nur ein friedliches Neben- und Miteinander der verschiedenen Kulturen und ein Plädoyer für die friedliche Koexistenz der Angehörigen unterschiedlicher Nationen, sondern vielmehr auch die Präsentation der Bereicherung der deutschen Kultur durch die Immigration.

Wir laden Sie hiermit zur Eröffnung der 5. Frankfurter Immigrationsbuchmesse ein.

Der Schirmherr der Veranstaltung ist Herr Boris Rhein, der hessische Minister für Kultur und Wissenschaft.

Unsere Gäste und Redner sind:

Der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt Professor Dr. Felix Semmelroth, der Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim Patrick Burghardt, der Publizist und Politiker von Bündnis 90/Die Grünen Daniel Cohn-Bendit, die Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main Frau Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Christiane Schubring (Stadtverordnete der CDU), der renommierte bengalische Journalist und Autor aus London Herr Abdul Gaffer Chowdhury, Jorgo Chatzimarkakis (ehem. Sonderbotschafter Griechenlands und ein Jahrzehnt lang deutscher Abgeordneter im Europäischen Parlament).

Die Musik Gruppe der "Interkulturellen Werkstatt e.V." tritt bei der Eröffnungsveranstaltung auf. Gemeinsam - im Austausch - transkulturell Die "Interkulturelle Werkstatt e.V." besteht seit 3 Jahren. In einem künstlerischen Austausch entwickeln Flüchtlinge, MigrantInnen und Einheimische kulturelle Projekte, um ihre jeweiligen Kulturen kennen zu lernen. Viele MigrantInnen kommen aus Ländern, in denen Musik, Theater, Bewegung/Tanz, das lebendige Feiern und das Erzählen eine große Rolle spielen. Diese Ausdrucksformen verkümmern oft im Einwanderungsland oder finden nur in Migrationsgruppen - da wo man unter sich ist - ihren Ausdruck. Die IKW bietet eine intensive Kommunikationsmöglichkeit, um Integration, Diversität und interkulturelle Begegnung zu fördern. Die Musik Gruppe leitet Christa Hengsbach.

Safiye Can
Zur Eröffnung der Frankfurter Immigrationsbuchmesse trägt Safia Can Gedichte vor. Geboren als Kind tscherkessischer Eltern in Offenbach am Main, Studium der Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Homepage.

Irina Bauer
Zur Eröffnung der Frankfurter Immigrationsbuchmesse singt Irina Bauer a cappella aus ihrem reichhaltigen Repertoire einige bekannte Lieder aus Operette und Oper (Homepage).

Indischer Tanz
Lia Moeller Hossain, Rajyashree Dilip Piskala, Anusha Menon, Arushi Nair, Adira Nair, Jasmin Bhatoe, Jahnavi Tomar, Guneeka Chitkara, Abhiruchi Binayee, Simone Borhanuddin Love Preet Kalra, Prerana Balaji, Saneeka Chitkara (Mitglieder einer indisch-bengalischen klassischen Tempeltanzgruppe, sowie einer modernen Musikgruppe).

Tanz: Flamenco
Spanisch-deutsche Flamenco-Tanzgruppe
Trainerin: Maria Jose
Gruppe: Las Rosas de Oro, Estibaliz, Chiara, Lara, Luisa, Paula, Clara, Antonela, Medina, Noelia

Immigrationsbuchmesse Preisverleihung 2016
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung werden 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse ERSII9D/2015 der Ernst-Reuter-Schule Frankfurt am Main für das Buch „Zwei Wege. Ein Ziel – Auf der Flucht vom Homs nach Frankfurt“ als Nachwuchsautoren und Nachwuchsautorinnen auf der Frankfurter Immigrationsbuchmesse mit einem Preis ausgezeichnet. Am Sonntag, dem 28.Februar 2016 ab 15:30 Uhr im großen Saal stellen sie das Buch vor, in dessen Mittelpunkt Immigration, Integration, Flucht, Asyl, Menschenrechte, Frieden und Völkerverständigung stehen. Sie sind herzlich eingeladen, an dieser (kostenlosen) Veranstaltung teilzunehmen. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Immigrationsbuchmesse besuchen! Ihre Anwesenheit würde uns weiter motivieren, unsere ehrenamtliche Arbeit fortzusetzen.

Anschließend ab ca. 22 Uhr Disco

Moderation: Alexandra Müller-Schmieg und Hamidul Khan

Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem Anlass begrüßen zu dürfen. Wir organisieren einen kleinen Sekt- und Saft- Umtrunk sowie Snacks. Anschließend gibt es ein buntes Kulturprogramm.


Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich. Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis. Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten. Bis 15. Februar kann das bestehende Programm noch um weitere Programmpunkte ergänzt werden, da noch immer täglich Anfragen von Verlagen gestellt werden. Auch von Autoren, Künstlern und Organisationen kommen weiterhin Anfragen, ihre Werke zu präsentieren. Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft) wird mit einem Abschlusswort die Veranstaltung beenden.